Jahreshauptversammlung des NABU Kreisverband Steinfurt 2015

Zur Jahreshauptversammlung des NABU Kreisverband Steinfurt 2015 im Bürgerhof Schotthock fanden sich zahlreiche Mitglieder ein.

Allen Teilnehmern lag zum ersten Mal ein detaillierter Jahresbericht in gebundener Form vor. Neben dem Protokoll vom 28.04.2014 wurden wesentliche Aktivitäten des vergangenen Jahres vorgestellt. Es geht um die Jugendarbeit, den Einsatz der FÖJler, die Landschaftspflege durch Tiere „Naturschutz mit Biss“ und weitere Veranstaltungen durch engagierte Mitglieder. Eine überarbeitete Vereinssatzung nahm einen großen Raum ein.

Die neue Homepage des NABU KV Steinfurt enthält aktuelle Berichte und kann sich allein durch die Nutzerstatistik sehen lassen. Im ersten Quartal wurden 17 621 Leser gezählt, im gleichen Zeitraum 2014 waren es nur 2087.

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Nistplätze der Uferschwalben sind vorbereitet

Fleißige Helfer des NABU bereiteten auch in diesem Jahr wieder die Steilwände für Uferschwalben vor. Gespannt wird nun auf die Ankunft der ersten Vögel aus dem Überwinterungsgebiet Afrika gewartet.

Uferschwalben sind kleine unscheinbare Singvögel und Verwandte der Mehl- und Rauchschwalben. Sie ernähren sich von Kleininsekten, die sie über Wiesen, Felder und in Gewässernähe finden. Diese Vogelart brütet gemeinschaftlich, d.h. in Kolonien und sie benötigen dazu vegetationslose Uferabbrüche oder Steilwände, die es kaum noch gibt. Die Bruthöhlen werden etwa 70 cm tief in die Steilwände eingegraben und am Ende der Brutröhre wird das Nest angelegt.

In Neuenkirchen findet man noch solche Lebensräume für Uferschwalben.

Dank Uli Antons, Reinhard Kreimer, Werner Kühnelt, Berthold Prus und Jürgen Wiesmann von der NABU-Gruppe in Neuenkirchen wurden die Nist- und Brutmöglichkeiten der Uferschwalben durch Steilwandabstiche wieder optimal vorbereitet.

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"Sand- und Kalktrockenrasen"

Lebensräume der besonderen Art  Über einen Lebensraum der besonderen Art berichtete Uli Antons im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Vielfalt in der Natur“ des NABU-KV-Steinfurt im Bürgerhof Schotthock.

„Sand- und Kalktrockenrasen“ sind Naturbiotope, die sich nur in stillgelegten Kies- und Sandgruben entwickeln und gedeihen. In der näheren Umgebung findet man sie am Waldhügel oder bei Lengerich.

Die Pflanzen, die auf den lockeren wasserdurchlässigen und sehr nährstoffarmen Böden gedeihen können, sind echte Hungerkünstler. Thymian, echtes Labkraut, wildes Stiefmütterchen, Knäuelgras, Tausendgüldenkraut und Mauerpfeffer gehören dazu. Die besondere Artenfülle stellte Uli Antons anhand von detailliert schönen Fotoaufnahmen mit fachkundigen Kommentaren anschaulich dar.

Aber nicht nur Pflanzen finden sich auf den Sand- und Kalktrockenrasen ein. Hier kann man Wärme liebende Blindschleichen und Zauneidechsen neben zahlreichen Insekten, wie den Kleinen Feuerfalter, Schwalbenschwanz, der Punktierten Zartschrecke und räuberischen Laufkäfern finden. Als Beispiel nannte Uli Antons den Ölkäfer, bekannt auch als Maiwurm. Er ist einer der giftigsten Käfer Europas.

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„Der Habicht“ Seniorenkreis der Paulusgemeinde

Gisbert Lütke vom NABU-KV-Steinfurt referierte im Seniorenkreis der Paulusgemeinde in Ibbenbüren- Langewiese über das Thema: „Der Habicht – Vogel des Jahres 2015“

Ein gerngesehener Gast ist Gisbert Lütke, Geschäftsführer und Artenschutzbeauftragter des NABU-KV-Steinfurt, im Seniorenkreis der Paulusgemeinde, vor allem, wenn es um Themen des Natur-und Umweltschutzes, sowie „Schöpfung bewahren“ geht.

Am 09.04.2015 war das Thema des Nachmittags „Der Habicht – Vogel des Jahres 2015“

Zunächst hörten die Senioren, dass der NABU und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz, den Habicht zum „Vogel des Jahres“ gekürt haben, um so auf die Problematik der illegalen Greifvogelverfolgung aufmerksam zu machen.

Nach dem Grünspecht, Vogel des Jahres 2014, folgt damit ein Greifvogel, der wie viele andere seiner Verwandten immer noch illegaler Verfolgung ausgesetzt ist, obwohl die Jagd auf den Habicht seit den 1970er Jahren verboten ist.

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„Kalktrockenrasen, wertvolle Lebensräume"

Am 16.April 2015 um 19.30 Uhr findet ein Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Vielfalt in der Natur“ des NABU-KV-Steinfurt im Bürgerhof Schotthock am Walshagenpark statt.

Thema: „Kalktrockenrasen, wertvolle Lebensräume der näheren Umgebung“

Ulrich Antons, versierter Pflanzenkenner aus Neuenkirchen wird über diesen einmalig schönen Lebensraum für Pflanzen und Tiere anschaulich berichten. Schwerpunktmäßig werden die Biotope der näheren Umgebung berücksichtigt und aufgezeigt welche „Überlebenskünstler“ hier zu finden sind. Ein kleiner Überblick über die bundesweiten Lebensräume als auch Hinweise auf die Bedeutung und die drohenden Gefahren dieser seltenen Lebensräume runden den Vortrag ab.

In diesem Zusammenhang ist später eine Waldhügel-Exkursion geplant. Der Termin wird bei der Veranstaltung und in den Medien bekannt gegeben.

Veranstaltungsort: Bürgerhof Schotthock, Lingener Damm 137, 48429 Rheine.

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Märchen, Bilderbuch und Kurzvortrag im Kunstmeisterhaus

Am 22.03.15 wurde im Rahmen der Ausstellung „Wald-und Tiermärchen“ das Märchen „Die Eule“ gelesen, ein wenig bekanntes Märchen aus der Sammlung der Brüder Grimm.

Eine große Eule gerät nachts in die Scheune eines Bauern. Der Knecht erschrickt, als er die Eule erblickt. Sein Herr und nach ihm alle Bürger der Stadt fürchten sich vor dem Ungeheuer, selbst ein

tapferer Kriegsmann, der in voller Rüstung auf eine Leiter steigt, macht kehrt und so beschließen die Bürger, die Scheune samt der Eule zu verbrennen.

Im Bilderbuch vom Eulenglück erzählen zwei Eulen den Tieren auf dem Hühnerhof, wie sie die Jahreszeiten genießen und friedlich miteinander leben.

Gisbert Lütke, Geschäftsführer und Artenschutzbeauftragter des NABU-KV-Steinfurt, hielt im Anschluß an die Lesungen einen Kurzvortrag über Eulen.

Am 07.05.2015 ist unter dem Titel „Ein Reich für den König der Nacht“ viel Wissenswertes und Erstaunliches aus dem Leben der Uhus zu erfahren in der Vortragsreihe „Vielfalt in der Natur“.

Bürgerhof Schottkock, Lingener Damm 137 in Rheine, Beginn 19.30 Uhr.

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Der Schwan vom Offlumer See hat ein neues Zuhause

Es ist schon eine lange Story - die letzten Monate "unseres Schwanenweibchens vom Offlumer See." -
Nachdem der Schwan direkt nach Weihnachten gefangen und nach Borghorst in eine Pflegestation des NABU ins Öko-Lehmdorf gebracht wurde geht es ihm nun besser.

Das Bein war nicht gebrochen, aber durch die enge Umschnürung waren offenbar die Sehnen derart verletzt worden, daß das Tier bei der Fortbewegung und Nahrungssuche größte Schwierigkeiten hatte. Mit speziellem Futter und weiterer Behandlung des erkrankten Fußes gelang es den Pflegern das Tier soweit wieder zu stärken, dass es den Fuß wieder voll aufsetzen kann. Das Schwanenweibchen humpelt zwar immer noch ein wenig, aber es war Ende Februar an der Zeit, dem Tier seine Freiheit wieder zu geben. Der Transport, das Tier in eine Decke gehüllt und im PKW-Kofferraum untergebracht, von Borghorst zum Offlumer See verlief reibungslos, und der Moment, als der Schwan zum ersten mal nach 8 Wochen wieder in seinem nassen Element eintauchen konnte, war nicht nur für ihn, sondern auch für Heinz Fröhlich, Jürgen Wiesmann und Uli Antons ein tolles Gefühl.

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