Ein schöner Tag auf Langeoog

Ein schöner Tag ward uns beschert, wie's ihn nicht immer gibt, von reiner Freude ausgefüllt und sorgenungetrübt. Ein schöner Tag voll Harmonie ist wie ein Edelstein: er strahlt dich an und ruft dir zu: heut sollst du glücklich sein.

Selina, zwei Jahre als FÖJlerin und Mitarbeiterin beim NABU-KV-Steinfurt tätig, jetzt in der Ausbildung zur Schäferin bei der ANTL, fuhr mit mir nach Langeoog, der Insel, von der die ersten Rinder für die Hochlandrinderherde des NABU 2010 vom jetztigen Geschäftsführer, Gisbert Lütke, geholt wurden.

Den Züchter, Heiko Arends, lernte ich 2014 kennen, als Gisbert Lütke, Ursula Baumgart und ich die „Verwandten“ unserer Kühe auf der Insel besuchten. Ein beeindruckender Mann, der mit Hingabe für seine Tiere da ist, von der Geburt bis zum Tod begleitet er seine Rinder. Selina, die mit der Rinderhaltung durch ihre Zeit beim NABU-KV-Steinfurt vertraut ist, wollte gern mehr über die Rinderhaltung auf der Insel erfahren. So fuhren wir am 05.08.2017 mit dem Bus der Fa. Strier nach Bensersiel, von da mit der Fähre zur Insel Langeoog und die bunte Inselbahn brachte uns zum Bahnhof an der Hauptstraße. Viele Familien mit kleineren Kindern waren unterwegs, denn Langeoog ist als sehr kinderfreundlich bekannt. Am Bahnhof warteten die Pferdekutschen und ein Kind fragte ungläubig: „Sind die Pferde echt? Sind die wirklich echt!“ Auf Langeoog ist alles echt....

Im Restaurant „He 'Tant“ an der Barkhausstraße aßen wir zu Mittag und gingen dann an der Bronzestatue von Lale Andersen vorbei, die von der Künstlerin Eva Recker geschaffen wurde, hoch zum Wasserturm, dem Wahrzeichen der Insel. Danach ging es zum Strand, nachdem wir lange von der Düne den herrlichen Ausblick genossen hatten.

Muschel und schöne Steine suchen ist ein Muss am Meer!

Oben auf der Höhenpromenade, jenseits des Wasserturmes und nahe an der alten Strandhalle kamen wir zum „Atelier am Meer“ vom Kunstmaler Anselm Prester und wanderten dann zurück, um im „Cafe' Leiß“ an der Barkhausstraße noch einen Milchkaffee zu genießen. Dort schauten wir auf unseren Inselplan und suchten den Fußweg zu Ute und Heiko Arends Haus am Sanddornweg, wo wir leider nur Ute antrafen, aber mit ihr ein schönes und interessantes Gespräch führten und Ute viele Fragen von Selina beantworten konnte. Selina würde gern ein Praktikum bei den Hochlandrindern absolvieren und kann sich gern bei Heiko melden, um Näheres abzusprechen.

Nun wurde es Zeit für den Rückweg zum Bahnhof, denn unsere Zeit auf der Insel war begrenzt. Auf dem Weg zum Bahnhof kamen wir noch an einem kleinen Kinderflohmarkt vorbei, wo Selina sich ein Schaf und ich mir eine Eule zur Erinnerung an den schönen Tag auf Langeoog aussuchten.

Die fast sechs Stunden auf der Insel vergingen wie im Flug und die Sonne verwöhnte uns. Mit Bahn und Fähre ging es zurück zum Festland, wo der Reisebus auf uns wartete und nach zügiger Fahrt erreichten wir Ibbenbüren.

Ein schöner und erlebnisreicher Tag ging zu Ende.

R.R.

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