Mehr Platz für fliegende Untermieter

Der Star ist der Vogel des Jahres 2o18. Er findet immer weniger Bruthöhlen in unserer ausgeräumten Landschaft . Ihm kann man sehr gut mit einem Starenkasten helfen. Ein paar Bretter zurecht geschnitten –und fertig ist der Vogelkasten oder das Wildbienen-Hotel.

Mit Nistkästen , -steinen, Eulenluken oder Fledermaus - Schlitzen kann jeder etwas für die fliegenden Untermieter tun, bekräftigt der NABU Neuenkirchen/Wettringen. So sind nicht genutzte Dachräume ideale Quartiere für Fledermaus, Schleiereule oder Turmfalke. Auch in Häusern mit ausgebautem Dach gibt es noch viele ungenutzte Stellen wie zum Beispiel Spitzgiebel, die nur geeignete Einfluglöcher brauchen. Wer sich die gefiederten Freunde nicht ins Haus holen möchte, der kann Einbau - Niststeine für Meise , Mauersegler oder Hausrotschwanz direkt in die Hauswand einbauen lassen.

Gerade die Halbhöhlenbrüter wie Bachstelze und Hausrotschwanz sind dankbar für jede Nistmögllichkeit. In Nisthöhlen brüten auch Kleiber, Trauerschnäpper, Gartenrotschwanz und Wendehals. Falls das Schlupfloch für den Kleiber zu groß ist, verkleinert er es mit Lehm.  

Wer allerdings einen Schleiereulen - Kasten oder eine Steinkauz-Röhre aufhängen will, sollte vorher die AG Eulenschutz des NABU Kreisverbandes um Rat fragen. Wichtig ist, dass gesunde getrocknete Bretter von mindestens 2o mm Stärke benutzt werden. Besonders gut eignen sich Eiche, Erle, Weißbuche, Kiefer und Fichte. Die Innenseite der Bretter darf nicht gehobelt werden ; sie muss rau bleiben. Eines besonderen Anstriches bedarf es nicht.

Falls Spatzen den Kasten bevölkern – bitte nicht entfernen. Die Kästen sollten einen sicheren Sitz haben. Wackelig angebrachte Kästen werden ungern von Vögeln angenommen. Das Flugloch sollte möglichst nach Osten oder Südosten zeigen und niemals zur Wetterseite ausgerichtet sein.

Aber bitte auch an die Nahrungsversorgung unserer gefiederten Freunde denken. Einheimische Bäume und Sträucher , ein Komposthaufen und der Verzicht auf Gift lassen Gärten zu wertvollen Lebensräumen werden. Naturschutz kann schon direkt vor der Haustür beginnen:Mit Efeu und Wildem Wein begrünte Fassaden sind beliebte Brutplätze. Denn der beste Überlebensplatz für die Tierwelt ist der naturnahe Garten mit Vogeltränke, Badestellen und Laub - Verstecken für den Igel. Denn er hält die Schnecken im Garten kurz.

Infokasten:

Um nicht nur eine Vogelart zu bevorzugen, werden Nistkästen mit unterschiedlichen Einfluglöchern aufgehängt:

  • 26 mm für Blaumeise, Sumpfmeise

  • 32 mm für Kohlmeise, Kleiber, Trauerschnäpper, Feldsperling

  • 32 mm x 5o mm für den Gartenrotschwanz

  • Staren-Kasten 4,5 cm

Für Halbhöhlenbrüter wie Hausrotschwanz und Grauschnäpper wird die Vorderwand durch ein ca. 12 cm hohes Brett ausgetauscht.

Presse - Info Bernhard Hölscher

Foto B.Hölscher  

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