NABU Gruppe Ibbenbüren besucht Bergehalden

Am 18.10. trafen sich einige Mitglieder der NABU Gruppe Ibbenbüren am Haldenpädagogischen Zentrum der RAG am Dianaweg auf dem Dickenberg, um unter sachkundiger Führung von Historikerin Dr. Marlene Klatt und Forstwirtschaftsmeister Norbert Börgel die Halden am Rudolfschacht und Hopstener Straße zu besichtigen.

Wegen der Größe des Gebietes wurde auf einen Kleinbus der RAG zurückgegriffen. Nach der Präsentation einiger Fakten zur Ausdehnung der Halden (Fläche ca. 98 ha, höchster Punkt 201 m über NN) wurde darauf eingegangen, dass neben der Ablagerung von Waschberge- Material auch verschiedene unbelastete Böden aus Ausschachtungen u. ä. dorthin verbracht wurden und z. T. auch noch werden.
Durch die unterschiedliche Zusammensetzung der angenommenen Materialien entstehen auch alternative Substrate, die auch von verschiedenen Pflanzen bevorzugt werden. Bepflanzt wurden die Aufschüttungen mit heimischen Bäumen, Strauch- und Heckenpflanzen, insbesondere Vogelnähr- und -brutgehölzen wie Schlehen, Weißdorn, Wildrosen, Pfaffenhütchen usw.. So konnten bereits seltene Vogelarten wie Wiedehopf und Pirol beobachtet werden.

Ausgeklügelt ist auch die Bewässerung der Fläche, die über ein Überlaufsystem mehrere Teiche füllt, die vorher mit bindigem Material abgedichtet wurden. Auch bei diesen Feuchtbiotopen konnte die erfolgreiche Ansiedlung von Wasservögeln und Amphibien nachgewiesen werden.

Im Bereich der Streuobstwiese mit Strukturelementen aus Naturstein wurde aus der Gruppe angeregt, Flächen abzumagern und Pflanzen für spezialisierte Wildbienen, z. B. die Natternkopf- Mauerbiene, auszusäen.

Der Forstbetrieb war für diesen Vorschlag offen.

Die Veranstaltung endete nach ca. 2 Stunden am Haldenpädagogischen Zentrum mit einem kleinen Imbiss, bei dem auch Arbeitsdirektor Jörg Buhren- Ortmann anwesend war und mögliche Szenarien für die zukünftige Nutzung der Bergehalden aufzeigte. Nach Meinung der NABU Gruppe sollte aber aufgrund der enormen Vielfalt an Fauna und Flora genauestens überprüft werden, in wieweit man dieses Kleinod, das sich durch Gestaltung und Bepflanzung
mittlerweile harmonisch in die Landschaft einfügt, vor konterkarierenden Nutzungen geschützt werden kann.

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