Präsenz für den Naturschutz zeigen

Nabu-Ortsgruppe Ibbenbüren soll am 23. Januar gegründet werden

IVZ Aktuell von Henning Meyer-Veer

Der Naturschutzbund will ab diesem Jahr auch klare Präsenz in Ibbenbüren zeigen. Mitausschlaggebend für die Gründung einer Ortsgruppe sei der geplante Hähnchenmaststall in Bockraden. Doch die Gruppe wolle nicht nur verhindern, sondern auch informieren und aufklären.

IBBENBÜREN. Naturschutz ist ein weites Feld. Für engagierte Menschen gibt es da zahlreiche Möglichkeiten sich einzubringen. Maria Beier, Beatrix Pliet und Reinhard Mau wollen genau das tun. Zusammen mit drei Mitstreitern (Ruth Rahe sowie Hans und Agnes Seifert) will das Trio eine Ortsgruppe des Naturschutzbundes (Nabu) in Ibbenbüren ins Leben rufen. Und zwar am 23. Januar.

Warum? „Wir haben gemerkt, dass in der Stadt die Präsenz für den Umweltschutz nicht da ist“, sagt Reinhard Mau. „Wir wollen und können bestimmt Themen nach vorne bringen und wollen vor Ort Ansprechpartner haben.“ Mitausschlaggebend für ihr Vorhaben sei die Diskussion um den Hähnchenmaststall in Bockraden gewesen. Allerdings wolle sich die Ibbenbürener Nabu-Gruppe nicht als „Verhinderungs-Gemeinschaft“ verstehen, sondern ganz im Gegenteil auch aufklärend und informierend wirken. Zum Beispiel in Schulen oder Kindergärten, mit Vorträgen oder Exkursionen. „Es gibt auch einen pädagogischen Auftrag.“ Auch im Offenen Ganztag gäbe es da Möglichkeiten. Aber nicht nur um Schulen und Kindergärten wolle man sich kümmern, sondern explizit auch um Senioren.

19 Uhr in der Gaststätte Kipp an der Groner Allee

Der Nabu-Kreisverband habe zudem durchaus Mitglieder aus Ibbenbüren. „Wir haben aber festgestellt, dass Umweltbildung immer nur in Steinfurt stattfindet“, sagt Beatrix Pliet. „Ich bin Imkerin und arbeite viel mit Kindergärten. Da gibt es viele Interessierte. Die wollen aber nur die Bienen und wissen gar nicht, dass es auch andere Dinge gibt. Auch im innerstädtischen Bereich kann man viel tun.“ Gerade Ibbenbüren bespiele auch die großen Themen wie Plastik, Müll, Windkraft oder Grubenwasser. Wie gesagt, Naturschutz ist ein weites Feld. Eine Stadt wie Ibbenbüren könne eine Präsenz vor Ort gut vertragen, da ist das Trio sich sicher. In Rheine und Emsdetten gebe es solche Ansprechpartner vor Ort. „Es gibt viele Leute, die sich engagieren wollen“, sagt Maria Beier. Verhindern, Bildung und Ansprechpartner – auf diesen Säulen soll die Nabu-Ortsgruppe Ibbenbüren stehen.

Der Gründungstermin ist der 23. Januar, Beginn der Veranstaltung ist um 19 Uhr in der Gaststätte Kipp an der Groner Allee. Man möchte diese Gründung anders gestalten als vielerorts üblich, sagt Reinhard Mau. „Wir rechnen mit 30 Leuten. Wir wären froh, wenn es mehr werden, wir wären ein bisschen traurig, wenn es weniger sind.“ Man habe – bis auf die Kasse – auch noch keinen Posten im Vorfeld vergeben. Alle anderen Posten sollten aus der Gruppe heraus besetzt werden. „Jeder kann sich schon jetzt Gedanken machen, wie er sich einbringen kann und will.“ Vorgefertigte Konstrukte gebe es beim Nabu Ibbenbüren nicht.

Aber ganz egal, wieviele Leute am Ende den Weg zu dieser Versammlung finden, aufhalten lässt sich das Ibbenbürener-Nabu-Sextett nicht mehr. „Das wird umgesetzt“, so Mau. „Ich denke aber, wir treffen auf eine gute Resonanz. Das Thema ist gut und wichtig.“ Und – das stellt Mau klar – alle freuten sich darauf, loszulegen. Und auch der Umgang sei ihnen wichtig. „Es ist mehr ein Miteinander, als dass einer den Weg vorgibt und die anderen hinterherrennen“, sagt Maria Beier. „Es wäre schön, wenn wir mit den Mitgliedern ein breites Spektrum abdecken könnten.“

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