Vortrag über die Honigbiene

Fantastischer Vortrag über die Honigbiene von Beatrix Pliet in der „Bunten Runde“ im Caritas-Wohnhaus in Ibbenbüren.

Zu einem besonderen Fachvortrag konnten Maria Beier und ihr Team die Imker Beatrix und Reinhold Pliet aus Ibbenbüren in der „Bunten Runde“ begrüßen und alle Teilnehmer waren sehr gespannt darauf, etwas über die Honigbiene zu erfahren.

Mit Hilfe von Schautafeln erklärte Beatrix Pliet zunächst die unterschiedlichen Bienenarten, ihre Aufgaben und Funktionen, die aber auch je nach Arbeitsanfall wechseln können, in einem Honigbienenvolk. Die stachellosen Drohnen, nur zur Befruchtung der Königin benötigt, Wabenbaubienen, Putzerbienen, Ammenbienen, Wächterbienen, Lageristinnen und Pollen- und Nektarsammlerinnen.

Das Volk möchte sich teilen. Die Prinzessinnen-Kinderstube legen die Arbeiterinnen vorzugsweise am freien unteren Wabenrand an. Kurz vor dem Schlüpfen der Prinzessin sondert sich die Altkönigin mit einem Teil des Volkes ab und schwärmt davon und die junge Nachfolgerin bleibt hocken, sozusagen im gemachten Nest. Das hängende Hütchen ist ca. zweieinhalb Zentimeter lang. Die Arbeiterinnen wissen, wann es Zeit zum Wiegenbau ist, nämlich etwa dann, wenn das Volk sehr stark ist, meistens im Mai. Ei um Ei,...

 

Ei um Ei...bis zu 2000 Stück pro Tag in der grünen Jahreszeit, legt die Mutter aller Bienen. Sie ertastet, wo sie die unbefruchteten Stifte legt, aus denen die Drohnen schlüpfen und wo die künftigen Arbeiterinnen heranwachsen sollen, denn die Zellen sind nicht baugleich. Die Entscheidung, wann eine Königin entsteht, liegt nicht bei ihr, sondern beim Volk.

Aus der Runde kam die Frage nach dem besonderen Futtersaft Gelee Royale und Beatrix Pliet erklärte, dass die Ammenbienen hiermit an den ersten Tagen die gesamte Brut versorgen. Danach ist der Gelee Royale nur noch die Nahrung der künftigen Königinnen, die in ihren geräumigen Extrazellen durchgängig mit diesem magischen Stoff gepäppelt werden. Man ist, was man isst!

Viel spannende Theorie, danach gab es etwas Leckeres zum Probieren!

Beatrix und Reinhold Pliet hatten verschiedene Honigsorten mitgebracht, für die sie Naturbelassenheit und gute Qualität garantieren und so schleckten die Zuhören die süße Köstlichkeit und lobten den Honig.

Zur Abrundung des Themas gab es noch ein kleines Tischtheater mit Requisiten zum grimmschen Märchen „Die Bienenkönig“, welches Ruth Rahe las. Maria Beier und Gisela Dieckmann zeigten dabei die Requisiten zu den einzelnen Figuren oder Begriffen im Märchen und Reinhard Mau zeigte dazu Kinderzeichnungen auf der Leinwand.

Ein altes Märchen, welches die geheime Beziehung zwischen Mensch und Tier, sowie Mensch und Natur deutlich macht.

R.R.

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