Zukunftsorientierte Landwirtschaft

Treffen der Inititative „Zukunftsorientierte Landwirtschaft“ geht in die zweite Runde:

Experten gaben ihr Wissen sowie Erfahrungen über alternative Haltungsformen für Schweine weiter.

Am 12.02.19 fand ein zweites Treffen der Initiative „Zukunftsorientierte Landwirtschaft“  im  NABU-Zentrum in Steinfurt-Borghorst statt. 

Neben Landwirten aus Borghorst, waren zwei alternative Schweinehalter aus Hilter (Nähe Osnabrück) und Samern (Bad Bentheim) sowie eine Vertreterin der Landwirtschaftskammer vor Ort. Außerdem nahmen Mitglieder der NABU-Ortsgruppe und des NABU-Kreisverbandes und interessierte Tierschützer an der Veranstaltung teil.

 

Der Abend diente u.a. dem Austausch von Erfahrungen in Bezug auf die Umstellung von einer konventionellen Nutztierhaltung in eine alternative, tiergerechtere Art. So berichteten u.a. die beiden Experten Frau Mörixmann aus Hilter und Herr van Bebber aus Samern über die Möglichkeiten, Herausforderungen und Lösungen.

 

Frau Mörixmann betreibt einen Aktivstall für Schweine, der den Tieren u.a. ein großes Platzangebot, mehr Beschäftigungsmöglichkeiten und Strohlager bietet, in dem sie sich frei und individuell bewegen können. Herr van Bebber hält seine Tiere ganzjährig in einem Offenstall mit Außenklima. Auch hier finden die Tiere ein großes Platz- und Beschäftigungsangebot. Beide Experten waren sich einig, dass eine Umstellung nicht unbedingt einfach, jedoch sinnvoll und möglich ist, so dass sie diese Entscheidung jederzeit wieder treffen würden. Bei beiden Ställen handelt es sich um transparente Ställe, die von interessierten Verbrauchern besucht werden können. Auch die Initiative "Zukunftsorientierte Landwirtschaft" war bereits auf beiden Höfen und konnte sich ein eigenes Bild machen.

 

Weiterhin kamen auch Fragen zum Thema Vermarktung auf. Hier konnte u.a. die Vertreterin der Landwirtschaftskammer Frau Schulze-Stentrup umfassende Informationen und Unterstützungsmöglichkeiten aufzeigen. Herr van Bebber  wies in dem Zuge darauf hin, dass es dem Verbraucher leichter fällt, mehr Geld für Tierwohl auszugeben, wenn er auch eine andere Fleischqualität kaufen kann (u.a. Bentheimer, Bercshire, Schwäbisch-Hällisch).

Durch die Diskussionen und Gespräche wurde an diesem Abend einmal mehr klar, dass nur eine gemeinsame und intensive Arbeit aller (Landwirte, Vermarkter, öffentliche Einrichtungen, Verbraucher, usw.) zum Gelingen führt und sich nur so der Wunsch zur Veränderung der Haltungsbedingungen zugunsten der Tiere erfüllen kann.

Eine Teilnehmerin brachte es zum Schluss auf den Punkt: "Wir möchten, dass sich die Haltungsbedingungen für die Tiere so verbessern, dass es zu 100% dem Wohle der Tiere zu Gute kommt. Wir möchten, dass mit den Tieren respektvoll und artgerecht umgegangen wird. Und das nicht nur im letzten  Lebensabschnitts, sondern während des ganzen Lebens....von der Geburt über die Ferkelaufzucht bis zum letzten Gang."

Genau dieser Punkt gibt das Ziel dieser Initiative wieder, für die sich auch weiterhin alle Beteiligten gemeinsam einsetzen und weitere Aufgaben angehen werden.

Der Abend wurde ganz hervorragend und äußerst professionell von den beiden Moderatoren Frau Christiane Lüpken (Coach für nachhaltige Veränderungsprozesse) und Herrn Thomas Uloth (Gemeinwohl-Berater aus Berlin) geleitet, die so maßgeblich am Gelingen des konstruktiven und effektiven Ergebnisses beitrugen.

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