Er beschrieb zuerst das Aussehen und die Merkmale dieser Art und machte die Unterschiede zur streng geschützten Europäischen Hornisse deutlich.
Die Asiatische Hornisse ist überwiegend schwarz mit gelben Füßen, sie ist geringfügig kleiner als die heimische Art, die im Kopf- und Brustbereich rötlich gefärbt ist. Bei der Asiatischen Hornisse (Vespa Velutina) handelt es sich um eine invasive Art, die seit 2014 in Deutschland vorkommt. Mit Hilfe genetischer Untersuchung konnte nachgewiesen werden, dass alle in Europa vorkommenden Asiatischen Hornissen von einer in Frankreich eingeschleppten Hornissenkönigin abstammen. Nach der Ausbreitung im südwestlichen Deutschland ist die Art auch seit zwei Jahren vereinzelt im Kreis Steinfurt aufgetreten. Der Entwicklungszyklus startet mit der Bildung von Primärnestern, die noch relativ klein und in geringer Höhe zu finden sind, z.B. in Vogelnistkästen, Schuppen, Carports oder auch in Hecken. Im Sommer wechselt das Volk in sogenannte Sekundärnester. Diese befinden sich meistens in hohen Bäumen und sind aufgrund der Belaubung schlecht zu entdecken.
Die Asiatische Hornisse stellt ein Problem für die Biodiversität und somit auch für die Bestäuberleistung dar. Ein Volk benötigt innerhalb eines Jahres gut 11 kg Insektenmasse. Sie ist auch für Obst- und Weinbauern ein Problem, da sie Fraßschäden an den Früchten verursacht. Auch auf die gesundheitliche Gefahr für uns Menschen ist Klaus Vennemann eingegangen. Die Nester werden bei Störung vehement verteidigt.
Vor gut einem Jahr wurde die Asiatische Hornisse als etablierte Art heruntergestuft. Die Nester müssen somit nicht mehr von den Behörden entfernt werden. Die Grundstückseigentümer stehen nun selbst in der Verantwortung und tragen die Kosten der Nestbeseitigung. Wir werden diese Art nicht mehr los. Wir können sie nur eindämmen und dazu ist die Mithilfe vieler Interessierter nötig. Durch das Aufstellen sogenannter Locktöpfe kann das Vorkommen der Asiatischen Hornisse nachgewiesen werden. Durch ein vom Kreisimkerverein gekauftes Ortungssystem können im nächsten Schritt die Nester lokalisiert werden. Hier laufen z.Zt. zwei Schulungen für die Handhabung der Ortungstechnik. Die Entfernung der Nester kann dann von speziell ausgebildeten Fachleuten vorgenommen werden. Die jetzige Entfernung von Primärnester ist kostengünstiger, einfacher und ungefährlicher als die spätere Entfernung von Sekundärnestern.
Bei einem Locktopf handelt es sich um ein Glas, dass zu jeweils einem Drittel mit lieblichem Rotwein, Himbeersirup und dunklem Bier und zusätzlich einem Schuss Essig gefüllt ist. Das Glas wird verschlossen mit einem Deckel. Ein Stück Schwammtuch, dass in einem Schlitz des Deckels steckt, fungiert als Docht. Der Locktopf ist ausdrücklich keine Falle.
Meldungen über Sichtungen nehmen die örtlichen Imkervereine gerne entgegen.