Bewahrung der Tümpelkette Holsterfeld als ökologisches Kleinod 🌿

Erstellt von Frank Gerdes |

Die NABU Gruppe Rheine startete das Jahr 2026 am heutige Samstag wieder mit einem Pflegeeinsatz für die „Tümpelkette Holsterfeld".

Bei der Fläche handelt es sich um einen relativ kleinen, aber besonderen Standort. Er ist eingebettet in dem von Kiefern geprägten Stadtwald im Norden von Rheine. Sie bildet mit vermoosten, feucht bis moorigen und mit Tümpeln gespickten Flächen einen besonderen, urigen Lebensraum. Hier dürfte selbst Potenzial für Moorfrösche, Ringelnatter oder Kreuzotter vorhanden sein, auch wenn bisher keine Sichtung erfolgte. Das Areal ist daneben auch aus botanischer Sicht hochgradig wertvoll. Neben vielen spezialisierten Moosarten findet man auf den unterschiedlich feuchten und mageren Böden botanische Seltenheiten wie den Flutenden Sellerie, das Bergsandglöckchen, Wacholder, Glockenheide, Froschkraut, Steife Segge, und den sehr seltenen Keulenbärlapp.

Bereits vorletzte Woche hatte der NABU-Kreisverband Steinfurt mit einigen Mitarbeitern Vorarbeit geleistet. Mit den nötigen Gerätschaften wurde dafür gesorgt, dass unerwünschter Aufwuchs abgemäht wurde.  Die Aktiven des NABU Rheine kümmerten sich am vergangenen Wochenende um den Rest. Birkenaufwuchs und andere Pionierpflanzen, die das Fortbestehen des moorigen Areals und der hier ansiedelnden Pflanzen und Tiere durch laubbedingten Nährstoffeintrag und durch Verschattung auf die Dauer gefährden könnten, wurden wie auch bereits in den vergangenen Jahren von den ehrenamtlichen Naturschützern zusammengetragen und von der Fläche entfernt. 

Bei sonnigem Wetter und mit einem Dutzend Helfern machte die Arbeit an der frischen Luft und für den Erhalt des bedeutsamen Biotops doppelt Spaß! Bemerkenswerte Beobachtungen beim Einsatz waren erste Zitronenfalter und ein Grasfrosch. Beide Arten haben bei den ersten richtigen Sonnenstrahlen des Jahres offenbar schon ihr Winterversteck verlassen. Noch nicht so weit waren die auf dem Areal vorkommenden Wespenspinnen, von denen aber zwei Kokons im hohen Gras entdeckt werden konnten. Aus der Vogelwelt war ein großer Trupp Gänse sehenswert im Tiefflug über der Fläche zu sehen und zum guten Schluss rief ein Uhu aus nördlicher Richtung bereits früh zu Beginn der Dämmerung.

👉 Lust mit anzupacken? 
Aktive Helferinnen und Helfer sind jederzeit herzlich willkommen!