von Reinhard Mau

Mehr Platz für fliegende Untermieter

Der Star ist der Vogel des Jahres 2o18. Er findet immer weniger Bruthöhlen in unserer ausgeräumten Landschaft . Ihm kann man sehr gut mit einem Starenkasten helfen. Ein paar Bretter zurecht geschnitten –und fertig ist der Vogelkasten oder das Wildbienen-Hotel.

Mit Nistkästen , -steinen, Eulenluken oder Fledermaus - Schlitzen kann jeder etwas für die fliegenden Untermieter tun, bekräftigt der NABU Neuenkirchen/Wettringen. So sind nicht genutzte Dachräume ideale Quartiere für Fledermaus, Schleiereule oder Turmfalke. Auch in Häusern mit ausgebautem Dach gibt es noch viele ungenutzte Stellen wie zum Beispiel Spitzgiebel, die nur geeignete Einfluglöcher brauchen. Wer sich die gefiederten Freunde nicht ins Haus holen möchte, der kann Einbau - Niststeine für Meise , Mauersegler oder Hausrotschwanz direkt in die Hauswand einbauen lassen.

Gerade die Halbhöhlenbrüter wie Bachstelze und Hausrotschwanz sind dankbar für jede Nistmögllichkeit. In Nisthöhlen brüten auch Kleiber, Trauerschnäpper, Gartenrotschwanz und Wendehals. Falls das Schlupfloch für den Kleiber zu groß ist, verkleinert er es mit Lehm.  

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von Reinhard Mau

Plakette für „Schwalbenfreundliches Haus „ in Horstmar

Jürgen Wiesmann, NABU Neuenkirchen/Wettringen zeichnete den Hof Schulze- Pröbsting,-Hundebeck (Ferienhof Reining) in Horstmar mit der Plakette „Schwalbenfreundliches Haus „ aus

Das Ehepaar Sofia Schulze Pröbsting und Jürgen Hundebeck aus Horstmar hat ein Herz für Schwalben . Jahr für Jahr ziehen die rasanten Flieger ihre Brut auf dem Ferienhof Reining in der Bauerschaft Schagern auf. In diesem Jahr waren sechs Nester belegt. Vor 14 Tagen zeichnete Jürgen Wiesmann vom NABU Neuenkirchen/Wettringen den Hof mit der Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ und einer Urkunde aus.
Dass das Zusammenleben mit den Sommerboten und Glücksbringern nicht immer so einfach ist machte Schulze -Pröbsting deutlich:“ Natürlich fallen beim Nestbau der Rauchschwalben immer wieder Schlammkügelchen auf den Boden, und auch die Kotausscheidungen sind nicht immer eine Zierde, aber dann wische ich den Boden wieder sauber und freue mich über den Nachwuchs in den Nestern.“
Und Jürgen Wiesmann hatte noch einen Tipp für die Schwalben-Freundin parat. „ Bitte die Kot -Brettchen unter den Nestern nicht zu groß zuschneiden. Denn die Schwalben fliegen gern gradlinig ohne Umwege das Nest an, um den hungrigen Nachwuchs mit Insekten zu versorgen“.

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von NABU Neuenkirchen / Wettringen

Libellen

Ein Sommer für die Libellen - filigrane Schönheiten der Lüfte. An diesen warmen Junitagen ist der Luftraum über den Teichen erfüllt von steigenden und sich jagenden Libellen. Sie fliegen immer die gleichen Routen , ruhen sich einige Sekunden aus um mit ihren Facettenaugen das Terrain zu sondieren und warten auf die Weibchen. Immer wieder geraten Menschen in Panik , wenn sie heftig surrend wie ein Hubschrauber ihre Reviergrenzen überfliegen und dem Menschen in die Quere kommen. Aber :Die meisten Menschen wissen nicht , dass Libellen nicht stechen können.

Sie haben eine Lege -Röhre mit der sie Wasserpflanzen anstechen und dort ihre Eier ablegen.

Trotzdem werden die pfeilschnellen Jäger noch immer mit Begriffen wie Augenstecher, Teufelsnadel und Teufelsbolzen belegt. Richtig ist daran nur, dass die Libelle teuflisch schnell fliegen kann und wie ein Hubschrauber auf der Stelle stehen kann. Sie kann sogar rückwärts fliegen.

An der Aa und Vechte tanzen zurzeit die Gebänderten Prachtlibellen.

Metallisch blau glänzen die Flügel in der Sonne. Außerdem sind jetzt sind die Mosaik - Jungfer, Plattbauch und die Hufeisen -Azurjungfer an den Teichen und Gewässern zu sehen. Die Larven der Großlibellen überwältigen selbst kleine Fische, Molche und Kaulquappen.

Manche Libellenarten erreichen Fluggeschwindigkeiten von bis zu 50 Kilometern in der Stunde. Dazu schlägt die Libelle vierzig Mal pro Sekunde mit ihren hauchdünnen Flügeln.

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