Termine 2020 - Sei dabei!

Hinweis:

Am Freitag, den 7. August trifft sich der NABU Rheine wieder zum monatlichen Stammtischtreffen um 19:30 Uhr. Das Treffen findet am Alten Gasthaus Delsen, Bentlager Weg 39, 48431 Rheine statt (Schutzmaske für das Betreten des Lokals nicht vergessen!). Neben bereits aktiven Mitgliedern sind auch Interessierte herzlich willkommen, sich über die heimische Natur und Umwelt und auszutauschen und vor Ort zu engagieren.

 

Hier gelangst Du zu unserer Kalenderübersicht für das Jahr 2020:

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Interessierte sind bei den Treffen und Veranstaltungen herzlich eingeladen. Bei Interesse melde Dich gerne bei: frank.gerdes@nabu-kv-st.de

 

Aktueller Wettbewerb! Weg vom Schotterbeet - Hin zur Vielfalt!

Der NABU Rheine möchte auf einen aktuellen Wettbewerb aufmerksam machen, bei dem Schottergartenbesitzer zeigen können, dass es auch anders geht!

Die Modeerscheinung "Schottergarten", oft kombiniert mit ebenso lieblosen EInfriedungen (meist Lamellen-Stabgitterzaun, grau-sterile Gabionenwand, artenarmer Kirschloorbeer oder exotisches Thuja-Grün) wird vom NABU Rheine als sehr problematisch eingestuft.

Die negativen Auswirkungen solcher Gärten sind vielfältig:

So bewirken sie

- durch ihre aufheizenden Steine, fehlende Vegetation und dem beinträchtigten Wasserspeicher "Boden" eine Verschlechterung des örtlichen (Micro-) Klimas,

- dass viele gartenbewohnende Tiere immer weniger dieses nicht unbedeutenden Lebensraums und damit verbunden keine ausreichenden Nahrungs- und Versteckangebote mehr finden

- dass Boden beansprucht und mit Vlies abgedeckt seine Funktionen (Wasseraufnahme,-speicherung, Bodenleben) nicht mehr aufrecht halten kann,

- dass das örtliche Erscheinungsbildes sich wandelt. Ehemals lebendig begrünte Straßenzügen werden zu monotonen, wenig einladenden Steinwüsten, die auch Kindern nichts mehr zu bieten haben.

Die mit den Kies- und Schotterbeeten erhoffte Arbeitsersparnis bei der Gartenarbeit trifft dabei höchstens für das erste Jahr zu.

Danach lässt sich die übertriebene Ordnungsliebe wohl nur mit schwierigem Jäten, Feuer- oder Gifteinsatz erreichen. In den Steinen sammelt sich nach ein bis zwei Jahren genügend organisches Material durch WIndverwehung, Laubfall oder Flugsande, so dass anspruchslosen Wildkräutern dieses Milieu reicht, um selbst auf der Folie (damit letzlich Plastikmüll) Fuß fassen zu können.

Ein Umdenken ist aus Sicht des Naturschutzes dringend angesagt und der Wert grüner, vielfältiger Gärten muss wieder erkannt werden.

Mit dem diesjährigen Wettbewerb wird diesbezügliches Engagement belohnt , wie der Wettbewerbsflyer der Initiative der Klimabotschafter für Rheine erläutert:

Hier geht es zum Wettbewerbsflyer Wettbewerbsflyer

(gerne auch weitersagen und Schottergarteninhabern empfehlen!!)

 

von NABU Rheine

Die „Schlauen Füchse“ bauen Nisthilfen für ein Wildbienenhotel

Bienen, Hummeln und Co., das ist das große Thema, welches zur Zeit alle bewegt – da fiel es der NAJU-Gruppe Rheine „Die Schlauen Füchse“ nicht schwer die Aktion des Stadtteilbeirates Hauenhorst/Catenhorn, ein großes Insektenhotel zu bauen, zu unterstützen. Dieses soll demnächst in Hauenhorst in der Dorfmitte auf der neu entstandenen Blühfläche aufgestellt werden.

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von Reinhard Mau

Naturkundliche Wanderung mit dem Naturschutzbund Rheine

Am südlichen Stadtrand von Rheine erhebt sich ein kleiner Hügel in der Landschaft, gerade einmal 94m hoch! Auf den ersten Blick nichts Besonderes! Auch der Kalkabbau hat Spuren hinterlassen, riesige Krater und Seen wurden in diesen Berg gesprengt. Doch das Naturschutzgebiet Waldhügel zählt heute in Sachen Artenvielfalt zu den Spitzenreitern in ganz Nordrhein Westfalen.

Es ist wissenschaftlich belegt, dass am Waldhügel allein 918 verschiedene Farn- und Blütenpflanzen vorkommen. Damit liegt der Waldhügel mit nur einer Art hinter Bonn. Im Kalk-Buchenwald sind viele seltene Waldorchideen zu entdecken: Das Große Waldvögelchen findet hier auf den flachgründigen, trockenen Kalksteinböden optimale Lebensbedingungen. Allein 14 Wildrosenarten recken sich zum Licht und verzaubern den Hügel im Frühsommer in ein Blütenmeer.

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von Reinhard Mau

Wanderung mit dem Naturschutzbund Rheine

Im Tal der Teufelskralle- Frischhofsbach

Der Frischhofsbach ist ein ausgesprochen gut erhaltener Niederungsbach, der die flache Ebene bei Hauenhorst durchfließt und die typischen Mäanderschlingen zeigt. Hier wird der Bach beidseitig von einem Saum des Erlen-Auewaldes begleitet. Die Talaue ist noch sehr naturnah, da ausgedehnte und quellreiche Auen- und Erlenbruchwälder mit Großseggen-Beständen das Landschaftsbild prägen. Der Bach ist somit die Lebensader, welche den Auenwald erhält. Durch die Dynamik des Wassers kommt es zu Abtragungen und Anhäufung des Sandes, so dass ständig Veränderungen im Auenwald sichtbar werden. Dadurch entsteht in der Bachaue eine Vielzahl von Strukturen wie Inseln, Sandbänke oder Flachwasserzonen. In diesen ausgedehnten morastigen Wäldern hat der Sandbach noch genügend Raum und Dynamik zum Mäandrieren, so dass man die typischen Prall- und Gleithänge gut erkennen kann. Aufgrund der unterschiedlichen Lebensräume beobachtet man hier eine große Artenvielfalt. Bemerkenswerte Pflanzenarten sind zu entdecken, wie das Wechselblättrige Milzkraut, das die Quellfluren und feuchten Wälder liebt. Hervorzuheben ist aber auch die Schwarze Teufelskralle, die im Münsterland immer seltener wird. Eine Vielzahl an Vögeln findet hier geeignete Brut- und Nahrungsbiotope. Allen voran der Eisvogel, der wegen seiner Farbenpracht auch "fliegender Edelstein" genannt wird. Die einzigartige Flora und Fauna dieses Gebietes soll während der Exkursion besprochen werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist neben der Vermittlung von Artenkenntnissen die Naturschutz-Problematik.

 

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