Leitbild

Leben und Lernen in der Natur – Sie schätzen und schützen

Neben dem unmittelbaren Erleben und Spielen, neben allen praktischen Arbeiten und Gestalten direkt in der Natur und dem Versuch, den Kindern auch Wissens- und Staunenswertes über Pflanzen und Tiere nahe zu bringen, ist es uns ein besonderes Anliegen, den Kindern vor allem Werte zu vermitteln, die uns gerade in Verbindung mit Naturschutz ganz besonders wichtig erscheinen. Unser Ziel ist es, mit den Kindern zusammen an einem intensiveren Bewusstsein für das Leben um uns herum zu arbeiten.

Unsere Bildungsarbeit soll einen Beitrag dazu leisten, das Umweltbewusstsein zu fördern.

Ein Umweltbewusstsein kann über die Dimensionen Umweltwissen, Umwelteinstellungen (z.B. gegenüber dem Umweltschutz) und dem konkreten Verhalten beim Umgang mit der Umwelt in Alltagssituationen definiert werden. Deshalb ist unser Bildungsangebot an die Anforderungen einer „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) angepasst. Im Vordergrund stehen das Erlangen von Kompetenzen und die kritische Reflexion unserer Lebensweise, besonders im Hinblick auf die Generationengerechtigkeit und die globale Auswirkung.

Was zeichnet uns aus?

Unser Bildungsangebot ist thematisch sehr breit aufgestellt und auf die Bedürfnisse und den Wissensstand der Teilnehmenden abgestimmt. Einige Kitas und Schulen nutzen deshalb unseren außerschulischen Lernort auch mehrmals im Jahr oder vereinbaren in ihrer Institution Bildungseinheiten.

Auch konnten Kooperationen mit Schulen sowie der Evangelischen Jungendhilfe Münsterland e.V., die den Offenen Ganztag in verschiedenen Grundschulen betreut, geschlossen werden. Sie kommen während der Schulzeit einmal wöchentlich zu uns. Hierbei arbeiten wir auch inklusiv, insbesondere mit Kindern und Jugendlichen mit dem Förderschwerpunkt „Emotionale und soziale Entwicklung“.

Des Weiteren unterstützen wir die Kampagne „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“ mit vier Schulprojekten. Insgesamt wurden im letzten Jahr rund 240 Bildungseinheiten durchgeführt.

Was ist uns wichtig?

Die Natur schätzen und schützen. Hierbei motiviert uns der Leitgedanke „Ehrfurcht vor dem Leben“ von Dr. Albert Schweitzer. Unser Ziel ist, das Umweltbewusstsein der Kinder und Jugendlichen nachhaltig zu fördern. Deshalb ist uns wichtig, die Kinder immer wieder mit neuen Themenfelder zu konfrontieren oder einzelne Themen von verschiedenen Perspektiven aus zu fokussieren. Beispielsweise im mehrjährig angelegten Schulprojekt „Müll – Nein Danke!“ für die gesamte Sekundarstufe I oder die Bildungseinheiten zum Thema Boden: das Projekt für Vorschulkinder „Der Boden unter meinen Füßen“, der Bau des Forschergartens „Boden ist Leben“ mit der Jahrgangsstufe 6 sowie die in Planung befindlichen Bildungseinheiten für die Primarstufe für den zukünftigen Besuch des Forschergartens.

Von entscheidender Bedeutung ist auch eine nachträglich adäquate Aufbereitung der Bildungsveranstaltungen. Deshalb gibt es für mehrere Veranstaltungen schriftlich formulierte Projektideen oder Unterrichtsreihen mit ausleihbaren Materialien und Arbeitsblättern für Kitas und Schulen.

Durch die intensive Bildungsarbeit mit Kitas, Grundschulen, Offenem Ganztag und weiterführenden Schulen, erreichen wir Kinder oft mehrmals im Laufe ihres Heranwachsens. Ebenso trägt die ehrenamtliche Arbeit innerhalb der Naturschutzjugendgruppen und der öffentlichen NAJU-Aktionen dazu bei, die Kinder immer wieder an naturschutzrelevante Themen heranzuführen.

Wir streben an, die Kinder und Jugendlichen im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung zu befähigen, gegenwärtig sowie zukünftig verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen, d. h. zum naturverträglichen Handeln zu motivieren und die Zukunft aller Lebewesen auf der Welt mitzugestalten.

Was ist uns pädagogisch wichtig?

Leben und Lernen in der Natur heißt, die Natur mit allen Sinnen zu erleben und zu begreifen. Die unmittelbaren Begegnungen mit Natur, mit Lebewesen und ihren Lebensbedingungen fördern das Verstehen von biologischen und ökologischen Zusammenhängen. Das ist eine Voraussetzung dafür, dass sich Achtung und Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Lebewesen entwickeln sowie Verhaltensweisen ausprägen.

Wir stimmen unsere Veranstaltungen zielgenau auf die Bedürfnisse und den Wissensstand der jeweiligen Teilnehmer ab. Dabei bieten wir für Schulklassen fächerübergreifende und am Lehrplan orientierte Angebote.

Durch unsere pädagogische Erfahrung und Methodenvielfalt sind wir auch in der Lage, bei Bedarf vom Verlaufsplan abzuweichen, um so ein Gelingen der Veranstaltung zu gewährleisten. Gelingen heißt für uns, mit Begeisterung dabei zu sein und das erlernte Wissen innerhalb der Gruppe zu kommunizieren. Deshalb ist uns neben der Wissensvermittlung auch der respektvolle Umgang untereinander wichtig. Dies ist gleichzeitig eine essentielle Voraussetzung für eine erfolgreiche Förderung von Gestaltungskompetenzen.

Je nach Zielgruppe werden unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt:

Für Vorschulkinder steht im Vordergrund:

  • Naturerleben
  • sinnliche Auseinandersetzung mit Natur und Umwelt
  • Kommunikation untereinander
  • Förderung von sozialen Kompetenzen
  • Stärkung der eigenen Persönlichkeit
  • Wertschätzung allen Lebens

Im Grundschulalter und für Schulgruppen mit Förderschwerpunkt „Emotionale und soziale Entwicklung“ werden diese Schwerpunkte vertieft. Darüber hinaus lernen die Schülerinnen und Schüler durch Perspektivenwechsel, Beobachten und Messen in der Natur, Problemstellungen zu erkennen, zu beschreiben und Lösungen zu suchen. Auch reflektieren sie kritisch ihre eigene Lebensweise und überlegen, was sie selbst tun können.

Die Bildungsveranstaltungen der Sekundarstufe I beinhalten je nach Thema zusätzlich globale Aspekte und Fragestellungen zur Generationengerechtigkeit sowie der ökologischen, ökonomischen und sozialen Gerechtigkeit.