Aufruf zur Teilnahme an der bundesweiten Rebhuhn-Kartierung im Februar/März 2024/25

 

Machen Sie mit bei der Erfassung des Rebhuhns im Kreis Steinfurt, denn „jeder Ruf  zählt“!

Das Rebhuhn ist ein typischer, wenn auch heimlicher  Bewohner unserer  Kulturlandschaft. Man begegnet diesem braungraunen, gut getarnten Hühnervogel in  der strukturreichen Feldflur. Hier bevorzugen Rebhühner offene, häufig auch  kleinräumig strukturierte Landschaften aus Äckern, Brachen, extensivem Grünland  und vielfältigen Saumstrukturen. Das Rebhuhn war noch vor wenigen Jahrzehnten  eine häufige Charakterart der Agrar- und Kulturlandschaft, verzeichnet jedoch in  ganz Deutschland und auch im Kreis Steinfurt starke Bestandseinbußen. Mit einem  großen Anteil landwirtschaftlich genutzter Flächen als bevorzugter Lebensraum hat  das Rebhuhn im landwirtschaftlich geprägten Kreis Steinfurt daher den Status einer  sogenannten „Verantwortungsart“, die auch im besonderen Maße bei der vom Kreis  verfolgten Biodiversitätsstrategie Berücksichtigung  findet.  

Um dem Rebhuhn unter die Flügel zu greifen, haben sich der Dachverband  Deutscher Avifaunisten (DDA), der Deutsche Verband für Landschaftspflege e.V.  (DVL),  die Abteilung Naturschutzbiologie der Georg-August- Universität Göttingen  und 12 weitere Projektpartner in dem Verbundprojekt „Rebhuhn retten – Vielfalt  fördern!“ (https://www.rebhuhn-retten.de/) zusammengeschlossen, das im  Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert wird.

Die Projektpartner rufen in 2024  erstmals zu einer bundesweiten Kartierung auf. Das Ziel dieser Kartierung ist die  Ermittlung der deutschlandweiten Verbreitung und einer flächendeckenden  Ermittlung der Bestandsdichte, diese kann jedoch nur durch die rege Mithilfe  freiwilliger Zählerinnen und Zähler erreicht werden.Die Projektpartner rufen in 2024  erstmals zu einer bundesweiten Kartierung auf. Das Ziel dieser Kartierung ist die  Ermittlung der deutschlandweiten Verbreitung und einer flächendeckenden  Ermittlung der Bestandsdichte, diese kann jedoch nur durch die rege Mithilfe  freiwilliger Zählerinnen und Zähler erreicht werden.  

Die Mitarbeit im Rebhuhn-Monitoring eignet sich auch für den Einstieg ins  ehrenamtliche Vogelmonitoring - die Anforderungen beschränken sich auf die  Artenkenntnis einer Art und die Mitarbeit erfordert  nur wenig Zeit. Die Erfassung von  Rebhühnern für die bundesweite Statistik erfolgt dabei auch im Kreis Steinfurt auf  vorher festgelegten Zählrouten in der offenen Agrarlandschaft. Die einmalige,  ​ jährliche Begehung findet zwischen dem 21. Februar und dem 31. März während der  Abenddämmerung 30 Minuten nach Sonnenuntergang statt. Während der ca.  halbstündigen Erfassung wird die Kartierroute auf einem Feldweg zu Fuß begangen  und alle 150 bis 200 m wird der Balzruf eines Rebhuhns (die so genannte  Klangattrappe, siehe Exkurs) abgespielt. Reaktionen darauf wie auch alle  beobachtetet Rebhühner werden digital oder per Karte erfasst. Spannung ist  garantiert, wenn man nach Abspielen der Klangattrappe gebannt in die Dämmerung  lauscht und hoffentlich eine „Antwort“ bekommt.  Die bundesweite Kartierung läuft dabei Hand in Hand mit dem jährlichen Rebhuhn- Monitoring des Dachverband Deutscher Avifaunisten im Rahmen des  Verbundprojektes und des Programms „Monitoring seltener Brutvögel“. Die  deutschlandweite Beteiligung am Rebhuhn-Monitoring bildet einen wichtigen  Baustein im Verbundprojekt „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“ und trägt wesentlich  zum Schutz der Art bei.

 Um allen Interessierten einen einfachen Einstieg in die bundesweite Rebhuhn- Kartierung bieten zu können, wurde auf einem „Fact Sheet“ Ziele und  Vorgehensweise der Erfassung zusammengefasst und eine Online-Mitmachbörse  zur Vergabe der Zählrouten über den Dachverband Deutscher Avifaunisten  eingerichtet.

 Über die Mitmachbörse können interessierte Bürgerinnen und Bürger  bereits festgelegte Kartierrouten reservieren, neue  Routen können über die DDA- Website (https://www.dda-web.de) angefragt werden.       

 

Freiwilliges ökologisches Jahr beim NABU

Aktiv werden für den Natur- und Artenschutz

Zum 01.08.2024 suchen wir Naturliebhaberinnen und Naturliebhaber. 

Du bist gerne draußen in der Natur und wolltest dich schon immer für den Umwelt- und Artenschutz engagieren?

Dann ist das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) beim NABU Kreisverband Steinfurt genau das Richtige.

Wir bearbeiten z. B. Pflegeflächen, auf denen oft Rinder und Schafe als vierbeinige Landschaftspfleger entlastende „Pflegearbeiten“ leisten. Unterschiedlichste Aufgabenstellungen an verschiedenen Einsatzorten gestalten die Arbeitstage abwechslungs- und sicher auch lehrreich. Dazu zählen der Bau von Zäunen, das Anlegen von Blänken, Teichen und Tümpeln, das Mähen von Feuchtwiesen und Trockenrasen, das Pflanzen von Obstbäumen auf Streuobstflächen, die Optimierung von Moorlandschaften und Orchideenflächen sowie die Pflege von Heideflächen.

Zudem helfen die FÖJ-ler bei den unterschiedlichsten Aufgaben in unserem Lernstandort, dem NABU-Lehmdorf in Borghorst. Dazu kann je nach Interesse die Unterstützung bei der Kinder- und Jugendarbeit gehören. Wer eher journalistische Ambitionen hat, kann bei der Entstehung unseres NABU-Magazins „NATURZEIT im Münsterland“ dabei sein oder sich aktiv - beispielsweise durch eigene Artikel - in die Redaktionsarbeit einbringen.

Darüber hinaus bieten die zahlreichen NABU-Gruppen des Kreises Steinfurt immer wieder interessante Aktionen, Exkursionen oder Mitmach-Angebote, die die FÖJ-ler mitgestalten können. Lehrreiche Einblicke speziell in die Themen „Schwalben“, „Fledermäuse“, „Schmetterlinge“ und „Eulen“ bieten die Auszeichnungen von Privatgärten im gesamten Kreisgebiet, bei denen die FÖJ-ler gern gesehene Gäste sind.  

Bewerbungen/Anfragen bitte an

geschaeftsstelle@nabu-kv-steinfurt.de

oder Ursula Baumgart

Telefon: 02552 - 978262

Hallo,

ich heiße Marvin Herding, werde im März 21 Jahre alt und wohne in Nordwalde.

Seit dem 01.08.2022 führe ich im NABU Kreisverband Steinfurt eine Praktikantenstelle aus und zum 01.12.2023 habe ich das Amt des kommissarischen Geschäftsführers übernommen. 

In den vergangenen nunmehr fast 1,5 Jahren habe ich mich von der Pike auf in zahlreiche Aufgaben rund um den Tätigkeitsbereich eines Geschäftsführers eingearbeitet und konnte dabei auf die intensive Begleitung durch unseren Vorarbeiter Michael Lohmeyer, den bisherigen Geschäftsführer Gisbert Lütke sowie den Vorstand setzen. 

Dazu zählen:   

Der praktische Naturschutz

  • Exkursionen in den NSG
  • Durchführung von Pflege- und Optimierungsmaßnahmen
  • Arbeit mit Klein- und Großgerät (Treckern) 
  • Anschaffung von Maschinen und Verschleißmaterial
  • Flächen- und Herden-Management
  • Tierhaltung (das Seminar für den Sachkundenachweis werde ich im Februar 2024 besuchen)
  • Kalkulation und Anlegen des Vorrats an Winterfutter

Die Verbandsarbeit

  • Teilnahme an den Vorstands- und Verbandsausschuss-Sitzungen seit August 2023
  • Aktive Teilnahme an der Evaluation „Extensive Weidetierhaltung im NABU-Kreisverband Steinfurt“ durch den NABU NRW unter der Leitung der NABU-NRW-Vorsitzenden Dr. Heide Naderer 
  • Abstimmung und Begleitung der Mitgliederwerbung

Die Kaufmännisch-verwaltende Tätigkeiten

  • Angebotskalkulation, Annahme von Ausschreibungen 
  • Instandhaltungsaufträge, Kalkulationen
  • Vertragsabschlüsse (Arbeits-, Pachtverträge)
  • Prüfung sowie Erstellung von Rechnungen
  • Bereitstellung der Fixkosten
  • (Prämien, Anträge und Ausschreibung werden erst im April/Mai ausgearbeitet) 
  • Einarbeitung in die Vorgaben der Abgabenordnung (AO) zum Erhalt der Gemeinnützigkeit

 

Die Arbeitskoordination (Sicherung der vertragskonformen Durchführung) bzgl. 

  • Kreis-Aufträge
  • Aufträge für Straßen NRW 
  • Vertragsnaturschutz und
  • Mitarbeiter-Führung

 

In den kommenden Monaten stehen weitere Anforderungen an, wie beispielsweise 

  • die Bilanzierung des Vereinsvermögens/Jahresabschluss 
  • die Kassenprüfung Anfang Februar
  • und im April die Anträge auf die Flächenprämien 

Warum ich tue, was ich tue?

Ich betreibe gerne Naturschutz im Kreis Steinfurt!

Wettbewerb gewonnen

Die Artenvielfalt vor der Haustür entdecken

 
Wie stellt man die Artenvielfalt dar? Damit beschäftigten sich die Schulkinder der Gemeinden Neuenkirchen, St. Arnold und Wettringen im Rahmen eines Wettbewerbs der Naturschutzjugend vom NABU. Antonia und Johann Reinke überzeugten die Jury mit ihrem Kunstwerk „Baum der Artenvielfalt“.
 
 
 
Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen“ so Rabea Dost, Jugendreferentin des NABU Kreisverbands Steinfurt. Kleine Steckbriefe wurden gefertigt, Blätterkollagen geklebt. Die beiden Gewinner erforschten die Natur direkt vor ihrer Haustür. Sie sammelten im nahegelegenen Wald eine Vielzahl von verschiedenartigen Blättern und Naturmaterialien und setzten sie als „Baum der Artenvielfalt“ kreativ zusammen.
 
Antonia und Johann freuen sich über ihren Gewinn. Mit dem Brettspiel „Flügelschlag“ können sie jetzt auch die Artenvielfalt der Vögel in Nordamerika entdecken und einiges über Lebensräume und bevorzugte Nahrung erfahren.
 
 
 

Auch die jetzige Aktion der Naturschutzjugend „Die Artenvielfalt im Natur-Zoo Rheine entdecken“ wurde gut angenommen. Rabea Dost und ihr Team planen mit dem NABU Neuenkirchen/Wettringen weitere Angebote für Kinder und Familien.

Weiterlesen …

Apfelernte

Apfelernte mit der Kinder- und Jugendgruppe auf einer altenberger Streuobstwiese

Weiterlesen …

International Coastal Cleanup Day in Westerode

Jugendgruppe sammelt 24 kg Müll

Am Samstag, den 17.9.2022 sammelte die NABU Jugendgruppe 24 kg Müll entlang des Westeroder Sees bei Altenberge.

Weiterlesen …

Verleihung der silbernen Ehrennadel an Gisbert Lütke

Ehrennadel des NABU NRW für Gisbert Lütke

Im Rahmen der Mitgliederversammlung im Walshagenpark Rheine wurde der Geschäftsführer des NABU Kreisverbandes Steinfurt am Donnerstagabend mit der silbernen Ehrennadel des NABU und einer Urkunde ausgezeichnet.

Der extra von Niederrhein angereiste stellvertretende NABU-Landesvorsitzende Christian Chwallek betonte in seiner Laudatio das außerordentliche langjährige Engagement Lütkes für den Naturschutz und zählte die Verdienste auf den Gebieten des Artenschutzes, der pädagogischen Umweltbildungsarbeit sowie der Begleitung von Bürgerinitiativen auf. Besonders hob er das von Lütke entwickelte Projekt „Naturschutz mit Biss“ hervor, welches die ökologischen Vorteile einer extensiven Weidehaltung nachweist und weit über den Kreis Steinfurt hinaus Modellcharakter gewonnen hat.

Bei den ebenfalls anstehenden Wahlen des Geschäftsführers, der Schatzmeisterin sowie der Geschäftsstellenleitung wurden Gisbert Lütke, Silke Heemann und Ursula Baumgart wiedergewählt.

 

Foto: Reinhard Mau, Ibbenbüren

Weiterlesen …

MURAL - Wandbild an der Bahnhofstraße

gemeinsames Projekt mit der Jugendkreativwerkstatt Altenberge

Weiterlesen …

Führung im Botanischen Garten in Münster

Was blüht uns morgen? Pflanzen im Klimawandel

Am Samstag, 13.8.2022 beschäftigte sich die Kinder- und Jugendgruppe mit dem Thema "Was blüht uns morgen? - Pflanzen im Klimawandel". Sie besuchten den Botanischen Garten in Münster und bekamen eine Führung mit Dr. Mirja Hentschel.

Weiterlesen …

OVG Münster weist Beschwerde der Stadt Greven ab

Das OVG folgte dem Ablenkungsmanöver der Stadt Greven, „sie sei nur Eigentümerin des Grundstücks, auf dem sich die Beachbar befinde, während es noch einen mit ihr nicht identischen Betreiber gebe“, ausdrücklich nicht.

Da der Stadt zudem zweifelsfrei bewusst sei, dass die bauliche Anlage der Beachbar sowie ihre Nebenanlagen einen oder mehrere Verbotstatbestände des Landschaftsplans erfüllten, sei sie als „Träger öffentlicher Verwaltung an Recht und Gesetz“ gebunden und somit „ersichtlich nicht schutzwürdig“.

Daher sei „nicht erkennbar, inwiefern irgendeine weitere illegale Beeinträchtigung des Natur- und Landschaftsschutzes zumutbar sein sollte.“

Weiter sei „nicht ersichtlich, weshalb das vom Antragsteller vertretene öffentliche Interesse des Natur- und Landschaftsschutzes deshalb zurücktreten sollte, weil es in der Vergangenheit nicht durchgesetzt worden ist.“

Im Übrigen sei „nun durch die nicht zustande gekommene naturschutzrechtliche Befreiung und die Erkenntnis, auch mit einer Änderung des Landschaftsplans könne die Beachbar nicht legalisiert werden, […] die Illegalität des weiteren Betriebs der Beachbar offenkundig“.

 

Die Beschwerde wird zurückgewiesen.

Die Beigeladene trägt die Kosten des Beschwerde-Verfahrens.

Dieser Beschluss ist unanfechtbar.

Weiterlesen …