Nabu: Insektenschutz ist Vogelschutz

Heimische Pflanzen helfen Vögeln beim Überleben

Wer einen vogelfreundlichen Garten haben möchte, sollte Insekten fördern und Nistmöglichkeitejn anbieten. Dies und noch mehr rät der Nabu. Wer Vögeln in seinem Garten einen reich gedeckten Tisch bieten möchte, pflanzt am besten heimische Gehölze oder Stauden. Das betont der Umweltverband Naturschutzbund Deutschland (NABU) in einem umfangreichen Beitrag auf seiner Homepage. „Für Vögel sind alle Insekten in verschiedenen Lebensphasen als Nahrung attraktiv“, erklärt Norbert Rötker, Schatzmeister der Nabu-Ortsgruppe Ibbenbüren.

Sowohl die Gelege als auch Raupen, Larven und erwachsene Insekten werden besonders im Frühjahr zur Aufzucht der Jungen in großer Zahl benötigt. Selbst Körnerfresser wie Finken und Sperlinge brauchen das tierische Eiweiß für ihre Nachkommen. Würmer oder Spinnen sind zwar keine Insekten, werden jedoch von Meise & Co ebenfalls nicht verschmäht. „Wenn es den Insekten gut geht, freuen sich die Vögel“, bringt es Rötker auf den Punkt. „Vielfalt bei Nahrung und Nistmöglichkeiten ist das A und O bei der Gestaltung eines vogelfreundlichen Gartens“, heben Naturschützer hervor.

Um dieses Gleichgewicht im eigenen Garten oder auf der Terrasse zu erhalten, lässt sich einiges tun. Von Anpflanzungen heimischer Gehölze wie Hartriegel, Schneeball, Vogelbeere, Weißdorn oder Berberitze profitieren beide Tierarten. Sollen im Garten oder auch an Feldrändern Blühstreifen angelegt werden, ist unbedingt auf Regio-Saatgut zu achten, denn die Standortansprüche an Bodenbeschaffenheit oder Bedürfnisse der Tierwelt unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland teilweise beträchtlich. Landwirtschaftliche Betriebe werden bei der Finanzierung durch Förderprogramme der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen unterstützt.

Weiterlesen …

Naturschutz konkret in Elte

Beim letzten Treffen der NABU-Gruppe Elte am 30.3.2022 im katholischen Gemeindezentrum wurde u.a. der Beitrag der aktiven NABU-Mitglieder in Elte für das neue Heft des Stadtteilbeirates „Willkommen in Elte“ besprochen.

Schnell wurde klar, dass das Motto „Naturschutz konkret“ sein soll. Die bisher schon geleisteten Aufgaben der Naturfreundinnen und Naturfreunde, die 2021 die NABU-Gruppe in Elte gegründet haben, machen auf die zahlreichen Aufgaben und Programme aufmerksam.

Genannt werden die Anlage und Pflege von Blühwiesen, Förderung der Imkerei, der Amphibienschutz, Pflege von Heidebiotop und– Weiher, Säuberung der von Mitgliedern der Gruppe aufgehängten Waldkauzkästen, naturkundliche Wanderungen, Vorträge und Aufstellen von Infotafeln zu Flora und Fauna.

Besonders beim Krötenschutz sind auch Nichtmitglieder und Kinder gern gesehene Helfer. Hilfreich sind ebenfalls Mitglieder der Initiative Dorf-Land-Zukunft (DLZ) bei verschiedenen Aktionen. Für Gäste und Interessierte werden auch Führungen am Bienenschaukasten des Heimathauses und pilzkundliche Wanderungen angeboten.

Weiterlesen …

Hängeseilbrücke am Nassen Dreieck

NABU: „Wir bewegen uns auf den Massentourismus zu“

Die geplante Hängeseilbrücke am Nassen Dreieck wird zur enormen Belastung für die Umwelt und fördert den Massentourismus - diese Befürchtung der NABU war Diskussionsthema eines Informationsabends.

Dies ist eine Diskussion, die wir führen müssen. Unsere Argumente dringen nicht durch. Die Auswirkungen sind erheblich.“ Mit eindringlichen Worten eröffnete der Geschäftsführer des NABU-Kreisverbands Steinfurt, Gisbert Lütke, am Freitagabend eine Diskussionsveranstaltung zum Thema Hängeseilbrücke. Der Naturschutzbund Deutschland hatte dazu eingeladen, um die Belange des Naturschutzes in den Fokus zu rücken. Die Natur sei nämlich akut gefährdet, wenn das von der Kreisverwaltung initiierte Projekt zur Förderung des Tourismus am Nassen Dreieck in Bergeshövede tatsächlich realisiert werde.

Gut 50 Zuhörerinnen und Zuhörer nahmen das Informationsangebot im Gasthaus „Meteora am See“ in Gravenhorst wahr; an deren Ende gab eine Teilnehmerin ihren Eindruck aus dem zuvor Gehörten so wieder: „Ich war so blauäugig, dass ich mir das alles gar nicht vorstellen konnte. Ich habe das in der Zeitung gelesen, abgehakt und fertig. 300.000 Leute, das konnte ich mir gar nicht vorstellen. Mich schockt diese Zahl vollkommen.“

„Mich schockt diese Zahl vollkommen.“ 

Eine Zuhörerin nach den Erläuterungen über die Zahl der zu erwartenden Besucher der geplanten Hängeseilbrücke.

Bis zu 300.000 - das ist eine Jahr für Jahr zu erwartende Besucherzahl, wie sie Lütke nach eigenen Angaben dem Konzept zur Hängeseilbrücke über dem Mittellandkanal entnommen hatte.

Weiterlesen …

28. März, der "Tag des Unkrauts"

Ob Brennnessel, Scharbockskraut (Fotot rechts), Gänseblümchen, Taubnessel (Foto unten) oder Löwenzahn – sie und alle anderen Wildkräuterarten werden jedes Jahr am 28. März besonders geehrt. Dieser sogenannte „Ehrentag des Unkrauts“ wurde 2003 von amerikanischen Garten-Bloggern ins Leben gerufen. Sie wollten damit die Bedeutung dieser Wild-Pflanzen für die Artenvielfalt würdigen und darauf hinweisen, dass nicht jedes Unkraut im Garten unnütz ist.

Ende März beginnt die Gartensaison und das erste Grün, das unseren Garten zu erobern versucht, ist das meist als lästig, unschön und wertlos erachtete „Un-Kraut“.

Die „Unkräuter“, auch „Wildkräuter“ oder mit der neutralen Bezeichnung „Beikräuter“ genannt, sind jedoch wertvolle Bestandteile unserer heimischen Natur und leisten einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz. Denn für Bienen, Hummeln, Käfern und Schmetterlingen sind sie wichtige Lieferanten für Pollen und Nektar. Die Insekten und Käfer dienen wiederum vielen Vogelarten als Nahrungsgrundlage.

Sie ist z. B. die Brennnessel eine wichtige Futterquelle für die Raupen von ca. 50 Schmetterlingsarten. Auch als Heilkräuter und schmackhafte Küchenkräuter werden viele Wildpflanzenkräuter sehr geschätzt.

„Beikräuter“ finden sich in unseren Gärten von alleine und ungebeten ein, sind meist heimisch, optimal an Boden und Klima angepasst und vermehren sich daher oft sehr stark. Da sie mit Rasenflächen und Kulturpflanzen um Wasser, Nährstoffe, Licht und Luft in Konkurrenz treten, bezeichnen wir sie als „Un-Kräuter“, tolerieren sie in unseren durchgeplanten Ziergärten nicht und entfernen sie rasch, oft mit chemischen „Unkrautvernichtern“, damit sie nicht Überhand gewinnen.

 

Weiterlesen …

Beteiligung signalisiert, Widerstände minimiert...

Jetzt zwei Bürgerversammlungen zur Hängeseilbrücke

Das Vertrauen des Naturschutzbundes im Kreis Steinfurt (NABU) in die Hörsteler Stadtverwaltung ist ganz offensichtlich geschwunden. „Bei der Bürgerbeteiligung zur Hängeseilbrücke wird versucht, herumzutricksen und Fakten zu schaffen“, so lautet der Vorwurf von NABU-Geschäftsführer Gisbert Lütke.

Zum Hintergrund: Am 7. April von 17 bis 20 Uhr lädt die Stadt Hörstel alle Interessierten in die Mensa der Harkenberg Gesamtschule zu einer Bürgerschaftsversammlung zum Kreisprojekt Hängeseilbrücke ein. Die Moderation übernimmt hier Karsten Palme, Gutachter in dem Projekt und zuständig für die Entwicklung des Hörsteler Tourismuskonzepts. Als Gäste eingeladen hat die Stadtverwaltung den zweiten Gutachter, Thomas Zellmer, und die ANTL als Vertreterin des Naturschutzes im Tecklenburger Land. Jeder sei eingeladen, die Meinung mitzuteilen, heißt es. „Mit dem erhaltenen Meinungsbild gehen wir dann in die weitere Beratung, ob eine Umsetzung des Projekts seitens der Stadt befürwortet wird oder nicht“, teilt die Stadtverwaltung mit.

Gisbert Lütke zweifelt die Ernsthaftigkeit einer solchen Veranstaltung in dieser Zusammensetzung an. Die Argumente der Stadt und des Kreises seien hinreichend bekannt und an vielen Stellen kommuniziert worden. Jetzt sei es Sache des Naturschutzes, sich zu den Plänen in der Öffentlichkeit zu äußern, ohne sich von ökonomischen Interessen leiten zu lassen.

Aus diesem Grund lädt der NABU, der im Kreis Steinfurt mehr als 4200 Mitglieder zählt, zu einer eigenen Informationsveranstaltung am Freitag, 25. März, ab 19 Uhr im Seecafé am Kloster Gravenhorst ein. Hierzu werden auch Naturschutzexperten erwartet. Dort sollen auch solche Dinge vorgetragen werden, die nach Meinung des NABU-Geschäftsführers bislang nicht Gegenstand der Diskussion waren: „Es geht nicht um den eigentlichen baulichen Eingriff in die Landschaft für die Brücke, sondern um die Folgewirkung.“

Dass der NABU nicht ausdrücklich zur städtischen Versammlung am 7. April eingeladen wurde, ist aus Sicht Lütkes bezeichnend: „Die Einladung lässt erkennen, dass der Bürgermeister ein Verfahren möchte wie beim Flugplatz Dreierwalde: Bürgerbeteiligung wird simuliert, zugleich mögliche Widerstände minimiert.“

Weiterlesen …

Versammlung in Ibbenbüren am 10. März muss leider ausfallen

Liebe Naturfreunde, unsere geplante monatliche Versammlung am 10. März muss leider ausfallen. 

Das AWO-Café wird mit Rücksicht auf Corona gefährdete, ältere, im AWO-Heim lebende Menschen erst wieder ab 14. April geöffnet.
 
In der Karwoche wird ein Treffen auch nicht möglich sein. Somit vergeht eine lange Zeit bis zur nächsten Versammlung.
Nun haben wir allerdings mehrere interessante und auch wichtige Themen, die wir gerne zeitnah mit euch diskutieren bzw. entscheiden möchten.
 
Daher würden wir bei einer genügenden Anzahl von Interessenten am Donnerstag, den 17.03.2022 um 19:00 Uhr, eine ZOOM-Konferenz einberufen.
Die Teilnehmer würden dann eine halbe Stunde vor Beginn der Sitzung den Zugangscode per Mail erhalten.
Falls ihr teilnehmen möchtet, sendet eine kurze Antwort bis zum 14. April an
 
 
Die Erfolge unserer Arbeit am Regenrückhaltebecken sind schon sichtbar. Allerdings schreiten wir mit den wenigen freiwilligen Helfern nur langsam voran.
Daher bitten wir euch um rege Teilnahme an unseren Arbeiten.
Wer Lust und Zeit hat, kann sich am kommenden Samstag, den 12. März, in der Zeit von 8:00 Uhr bis 13:00 Uhr für ein paar Stunden beteiligen.
 
Liebe Grüße
 
Axel und Josef

Weiterlesen …